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28. April 2018
Kommentar in der Glocke

Abkürzung ins Nichts

Von unserem Redaktionsmitglied
Susanne Schulte-Nölle

„MfG“ gehört zu den größten Hits der Band „Die Fantastischen Vier“. Am Inhalt kann das kaum liegen, denn den gibt es quasi nicht. Statt mit Tiefgang trumpft das gute Stück mit Abkürzungen auf. Beeindruckende 87 passen in 3:58 Minuten. Wer mitsingen will, muss ein verdammt gutes Gedächtnis haben.

Das gilt leider auch für politisch Interessierte, wollen sie der Sitzung des Betriebsausschusses folgen. Selten hat es ein Gremium geschafft, in den Vorlagen so viele Kürzel sowie lediglich für Eingeweihte verständliches Fachjargon unterzubringen. Das wurde denn am Donnerstag auch einer Michaela Koroch zu bunt. Die Sozialdemokratin bat angesichts einer langen Liste von MW, RW, SW, RRB und RKB um Aufklärung. Ob es nicht möglich sei, künftig eine Legende anzufügen? Schließlich sei sie neu in dem Ausschuss, und ein geeigneter Zugang zur Materie sinnvoll für die gründliche Vorbereitung.

Korochs Kritik trifft ins Schwarze. Wenn selbst die gewählten Volksvertreter nicht mehr verstehen, womit sie es zu tun haben: Wie lässt sich dann noch sicherstellen, dass man die Bürger bei Entscheidungen mitnimmt? Eine klare Sprache ist die Basis dafür, Botschaften klar zu transportieren. Wer sich nicht abschotten – und mitunter sogar in den Verdacht der bewussten Vertuschung geraten möchte –, sollte sich darauf besinnen.

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