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Pressespiegel:

20. Dezember 2013
Artikel aus der Glocke vom 20. Dezember 2013

Unvergessen: An einem Tisch mit Willy Brandt

Bild unten links: Kranzniederlegung am 100. Geburtstag Willy Brandts an der Erinnerungsstele: (v. l.) ehemaliger Vize-Bürgermeister Hans-Günter Bachus, SPD-Ortsvereinsvorsitzende Brigitte Frisch-Linnhoff und Fraktionsvorsitzender Dirk Kursim. Bild: Wassum
Rheda-Wiedenbrück (vw). „Ich habe Willy Brandt verehrt. Mehr als das: Ich habe ihn geliebt.“ Keinen Hehl aus seiner anhaltenden tiefen Sympathie für den ersten sozialdemokratischen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland hat Hans-GünterBachus am Mittwoch bei einer Kranzniederlegung des SPD-Ortsvereins Rheda-Wiedenbrück auf dem Willy-Brandt-Platz gemacht.

An drei Begegnungen mit Brandt, der am 18. Dezember 100 Jahre alt geworden wäre, erinnerte sich Bachus, der bis 1990 – auch als stellvertretender Bürgermeister und SPD-Ortsvereinsvorsitzender – Kommunalpolitik in der Emsstadt mitgestaltete. Der Besuch des damaligen Regierenden Berliner Bürgermeisters Willy Brandt 1961 in Wiedenbrück, das sei „ein Ereignis gewesen“. In einem offenen weißen Mercedes sei Brandt, mit Ehefrau Ruth an seiner Seite, auf dem Marktplatz vorgefahren. Bachus war überwältigt: „Mir sind die Tränen gekommen“, gestand er ein. „Gott schütze uns vor Raub und Brand“ – über diesen Spruch an einem Fachwerkhaus habe sich der „Regierende“ aus der Hauptstadt amüsiert.

Als SPD-Delegierter auf einem Bundesparteitag in Dortmund fand dann die zweite Begegnung Bachus’ mit dem Idol und Wegbereiter der Aussöhnung mit dem Osten und somit der deutschen Vereinigung statt. Der Wiedenbrücker hatte versehentlich an einem reservierten Tisch Platz genommen, der für Brandt und seine Begleitung vorgesehen war. „Genosse, bleib ruhig sitzen“, habe Ruth Brandt zu ihm gesagt und es hätten sich im Nachhinein sehr anregende Gespräche in der Tischrunde ergeben.

Zum dritten Mal hatte Bachus mit Brandt im Jahr 1972 direkten Kontakt, und zwar wieder in Rheda-Wiedenbrück. Der Bundeskanzler tourte im Wahlkampf mit dem Sonderzug durch die Republik. Im „Ratskeller“, erinnerte sich Hans-Günter Bachus, habe er dann mit Brandt erneut an einem Tisch gesessen.

1980 war Willy Brandt noch einmal in der Emsstadt zu Gast – und noch einmal im „Ratskeller“.

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