Seitenanfang

Hauptnavigation




Zusatzinformationen

Umfrage

Soll die SPD erneut eine Große Koalition mit den Unions-Parteien eingehen?

Ja oder nein?
Ja
Nein
Hier alle Umfragen auf einen Blick.

Suche

Diesen Auftritt durchsuchen nach:


Erweiterte Suche
Mitglied der SPD werden


Hauptinhaltsbereich

Meldung:

Rheda-Wiedenbrück, 01. Mai 2009

Besuch in Berlin vom 28.04. - 30.04.09

Alfred Grabe, Erika Gollnick, Wolfgang Henke, Dirk Kursim, Jörg und Susanne Ralenkötter, Jochen Sänger, Jörg Sänger und Rubi Monzon begaben sich den ersten Tag in den Untergrund von Berlin. Hier lauschten Sie den interessanten Ausführungen über die Fluchten „unter Tage“ aus der ehemaligen DDR nach Westdeutsch-
land. Leider kann man heute keinen der Fluchttunnel mehr besichtigen. Gleichwohl war dieser Abstecher in den Untergrund durch den Verein „Unterwelten e.V.“ spannend und unterhaltsam. Hierbei wurde auch deutlich, mit welcher Brutalität und Menschenver-
achtung gegen mögliche Flüchtlinge vorgegangen wurde. Dieses machte betroffen. Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass sich so etwas nicht wiederholen darf und die Freiheit der Menschen in unserem Staat mit allen Mitteln verteidigt werden muss.

Am zweiten Tag besuchten wir Klaus Brandner im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Über die Geschichte des Gebäudes wurde ausführlich berichtet. Das Gebäude wurde früher durch das Reichs-
propagandaministerium unter Josef Göbbels genutzt. Dies erzeugte bei manchen der Teilnehmer ein beklemmendes Gefühl. Durch den Umbau nach dem Fall der Mauer wurde die Nutzung durch das Ministerium möglich. Man traf sich dann mit Klaus Brandner, um sich über aktuelle politische Themen wie z.B. Konjunkturpaket II, Steuerbonus und Mindestlöhne zu informieren und auch darüber zu diskutieren. Dann ging es noch kurz in das Paul-Löbe-Haus und in den Reichstag.

Nach dem Mittagessen ging es dann in die Ausstellung des Deutschen Bundestages „Wege-Irrwege-Umwege“ zur Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland. Danach ging es auf die Stadtrundfahrt mit dem Schwerpunkt Regierungs- und Botschaftsviertel. Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Abendessen in der berühmten „schwangeren Auster“. In der Nähe des Hotels wurde dann in der „Ständigen Vertretung“ trefflich weiter mit Klaus Brandner und seinem Team über Politik diskutiert.

Am dritten Tag gab es dann einen beeindruckenden Geschichtsunterricht in der „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ im ehemaligen Bendler-Block, in dessen Innenhof am 20. Juli 1944 einige der Widerständler des 20. Juli 1944, unter anderem Claus Schenk Graf von Stauffenberg, ermordet wurden. Zwei äußerst versierte Menschen führten uns eindrucksvoll durch einen Teil der Veranstaltung und informierten insbesondere über die Anfänge des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Dies machte betroffen und man bewunderte den Mut der Menschen, die es gewagt haben, Widerstand zu leisten. Es waren nur 0,2 % der deutschen Bevölkerung – unter ihnen unverhältnismäßig viele jüdische Mitbürger -, die diesen Mut aufbrachten. Angesichts der Zahl von 2000 Konzentrationslagern und deren Außenstellen im ehemaligen Reichsgebiet erscheint es manchmal geradezu absurd, dass „man nichts gewusst habe“. Eindrucksvoll wurden auch Bezüge zu der heutigen Zeit hergestellt. Nur durch eine Einschränkung der Grundrechte der Weimarer Verfassung konnten die Nationalsozialisten an die Macht gelangen. Man sollte unter diesem Aspekt nachdenken, ob eine geforderte Einschränkung der Grundrechte im Rahmen der Diskussion über Terrorismus-
bekämpfung wirklich der richtige Weg ist. Falls jemand Berlin besucht, sollte er die Möglichkeit einer Führung in dieser Gedenkstätte wahrnehmen. So sollte insbesondere jungen Menschen Geschichte nahe gebracht werden.

Zum Abschluss des offiziellen Teils besuchten wir die Zentrale der bundes-
deutschen Sozialdemokratie – das Willy-Brandt-Haus. Nach einer kurzen Führung und einem Film über die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie stellte uns dann der Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel die Planungen zu den zahlreich anstehenden Wahlkämpfen vor. Besondere Freude hatten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen an der aktuellen Kampagne (z.B. „Finanzhaie würden FDP wählen“, „Heiße Luft würde Linke wählen“). Es war äußerst interessant, diese Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Nach der Aufgabe der Koffer nutzen viele die letzten Stunden in Berlin zu einer Bootsfahrt auf der Spree.

Insgesamt waren es drei schöne, spannende aber auch sehr lehrreiche Tage in Berlin. Unser Dank geht natürlich an Klaus Brandner sowie den Mitorganisatoren Fritz Spratte und Lena Birkenhake.


Zum Seitenanfang