Corona-Ausbruch – Viele Fragen sind noch offen

Nach dem Ereignissen vom Wochenende und der letzten Woche, die uns allen noch immer tief in den Knochen sitzen und deren Nachwirkungen uns einige Zeit begleiten werden, sind nicht nur für uns noch viele Fragen offen. Auch die Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt Rheda-Wiedenbrück haben viele Fragen gestellt und erwarten Antworten.

Corona in Rheda-Wiedenbrück - Wir haben Fragen

Nachdem wir bereits gestern dem Bürgermeister vorab zwei Fragen übermittelt hatten (siehe hier), und hier auch Antworten erhalten haben, welche wir in dem Artikel per Update ergänzt haben, hat die SPD-Ratsfraktion für die heutige Ratssitzung weitere Fragen formuliert, welche Stadt und Bürgermeister uns und den betroffenen Menschen in unserer Stadt heute beantworten sollen und müssen.
Dabei ist uns vollkommen bewußt, dass es noch viele weitere Fragen gibt, die man stellen kann und muss, ebenso wie uns aber auch bewusst ist, dass es Fragen gibt, welche durch den Kreis oder das Land zu beantworten sind.

Fragenkatalog der SPD-Fraktion zum Corona-Ausbruch in Rheda-Wiedenbrück

  1. Kitas und Schulen werden oft gar nicht oder zu spät über Infektionen in den Familien informiert. In welcher Weise ist der Transfer von Informationen über infizierte Kinder/Schüler zwischen dem Gesundheitsamt und den Schulen & Kitas geregelt?
    • Werden Kinder infizierter Eltern automatisch getestet?
    • Werden betroffene Kinder vor der Rückkehr in Schule oder Kita nochmals getestet?
    • Wie stellt die Verwaltung der Stadt Rheda-Wiedenbrück die Gesundheit der Beschäftigten in Kitas und Schulen sicher?
  2. Welche Notmaßnahmen gibt es für betroffene Eltern von Kita- und Schulkindern?
    • Wie denkt sich die Stadt Rheda-Wiedenbrück die finanzielle Entschädigung betroffener Familien, die keine „Notbetreuung“ in Anspruch nehmen dürfen?
    • Durch die erneute Schließung bleiben wiederum viele Kinder Schule und Kita fern. In welcher Weise trägt die Stadt Rheda-Wiedenbrück Sorge dafür, Kinder in belasteten Familien zu schützen?
  3. Wie lautet die Begründung dafür, dass Kitas und Schulen geschlossen werden, während andere potentielle Hotspots geöffnet bleiben?
  4. Viele Werkvertragsarbeitnehmer wohnen gemeinsam mit Beschäftigten anderer Unternehmen in Sammelunterkünften. Werden auch diese Beschäftigten Reihentests unterzogen?
  5. Sind wir als Stadt personell gut genug aufgestellt, um eine Einhaltung der Quarantäne fortlaufend sicher zu stellen?
  6. Sind ausreichend menschenwürdige Notunterkünfte vorhanden, um betroffene Beschäftigte von negativ getesteten Personen zu separieren?
  7. Wie wird die Grundversorgung der in Quarantäne befindlichen Beschäftigten gewährleistet und wer übernimmt die Kosten hierfür? (Wir hoffen, dass diese nicht auf die Betroffenen abgewälzt werden!)
  8. Ist die medizinische Versorgung in Arztpraxen und Kliniken bei steigenden Fallzahlen von Infektionen und Krankheitsausbrüchen langfristig gewährleistet?
  9. War Ihnen als Bürgermeister das Arbeitsschutzkonzept des Unternehmens Tönnies unter Corona bekannt und wenn ja, haben Sie es für ausreichend befunden?
  10. Wie beurteilt der Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück aus Sicht der Stadt das Vorgehen der Verantwortlich der Kreisverwaltung im Hinblick auf die Überwachung der Hygienekonzepte der Firma Tönnies nach den Reihentestungen aus dem Mai? Hat man sich aus Sicht der Stadt auf den guten Ergebnissen ausgeruht und ist nach den Erfahrungen der Betrieb der Westfleisch sehenden Auges in die Katastrophe gerannt?
  11. Hätte die Stadt Rheda-Wiedenbrück durch ein anderes Handeln im Rückblick zur Vermeidung dieser Krise beitragen können?

 

Download des Fragenkataloges als PDF:

Fragenkatalog der SPD-Fraktion zur Corona-Situation im Rat 22.06.2020