Von links: Rachel Hasler, SPD-Landtagskandidatin, Elisabeth Frenser SPD, Dr. Christiane Braun, Bündnis 90/Die Grünen

77. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Am gestrigen 27. Januar jährte sich der 77. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch Soldaten der Roten Armee.

Die SPD Rheda-Wiedenbrück lud zu diesem Anlass zu einem kurzen Gedenken an die mehr als sechs Millionen Jüdinnen und Juden und die vielen anderen Opfer des Nationalsozialismus am Standort der ehemaligen Rhedaer Synagoge, Ecke Steinweg/Schlossstraße ein.

Mit den Worten des Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer an die Nachgeborenen eröffnete Elisabeth Frenser von der SPD: „Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht.“ Hier, am historischen Ort der 1802 eingeweihten Synagoge Rheda, „wollen wir ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus, Ausgrenzung und Intoleranz setzen“, führte Dr. Christiane Braun, Sprecherin der Grünen Rheda-Wiedenbrück aus und weiter: „Wir gedenken der Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, religiös Verfolgten, der Zeugen Jehovas, den Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung, den Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Hautfarbe verfolgt wurden; als »asozial« verfolgte Menschen, wie Obdachlose oder Prostituierte; Zwangsarbeiter und Deserteure.“
Auf vier der Rheda-Wiedenbrücker Opfer, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden, weisen „Stolpersteine“ vor dem Gedenkstein für die Rhedaer Synagoge hin. Insgesamt 47 Stolpersteine sind in Rheda-Wiedenbrück zum Gedenken an die einheimischen Opfer der NS-Zeit verlegt. Rachel Hasler, SPD-Landtagskandidatin, erinnerte stellvertretend für alle Deportierten und Ermordeten an die Lebensläufe von Henriette Weinberg, ihre beiden Töchter sowie an Alexius Ziegler und legte Blumen nieder.